that's the first question patti smith asks herself at the beginning of her book m train.
than she continues wandering around, around cafés, around life, around words and a lot of deep black coffee and beyond, especially beyond...
«Je ne veux pas gagner ma vie, je l’ai.» Boris Vian, L'écume des jours
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3/20/2016
8/06/2015
***
Et si ma soeur (tout dit, tout dit)
Tu donnes en joug ton coeur (tout dit, tout dit)
Oh ma soeur prend garde (tout dit, tout dit)
Ne dis pas tout (tout dit, tout dit)
Ou tu mourras d'ennui (tout dit, tout dit)
Tu donnes en joug ton coeur (tout dit, tout dit)
Oh ma soeur prend garde (tout dit, tout dit)
Ne dis pas tout (tout dit, tout dit)
Ou tu mourras d'ennui (tout dit, tout dit)
Camille, Tout dit
5/27/2015
let the soul flow
the easiness of hollywood ball rooms through king krules red-head rock attitude, fred astair und ginger rogers waren schon verdammt cool
4/11/2014
I make my pictures
for what hollywood spends on lipstick" - maya deren
dass man an maya deren immer wieder etwas neues entdecken kann, habe ich in den beinahe zwei jahren, in denen ich mich jetzt immer wieder mit ihr beschäftigt habe, mehr als versichert bekommen und ich bin bei weitem noch nicht bis zu ihren anthropologischen fundstücken und ihrem dasein als voodoo-priesterin vorgedrungen. aber anscheinend inspiriert sie auch immer noch und besonders musiker (überhaupt lassen sich schnell Verbindungen zwischen screendance und musikvideo ziehen) greifen auf ihre experimentellen filmen zurück, wenn auch ihr name ein erstaunlich insider bleibt, so lange man sich nicht kurz mit filmtanz beschäftigt hat oder mit experimental/avantgarde- oder andern andersfilmen.
meshes of the afternoon von 1943 war derens erster film und wohl einer der meiste gezeigten amerikanischen experimentalfilme. sie drehte ihn innerhalb von zwei Wochen mit ihrem mann alexander hammid bei ihnen zu hause mit einem budget, das wohl auch nicht mehr als low-budget bezeichnet werden könnte. deren konstruiert eine art filmtrance, einen traum im traum, in dem die protagonistin von einem in den nächsten übergeht, sich in den träumen immer wieder ihren doppelgängerinnen gegenüber sieht und ihr innerer gefühlszustand sich immer mehr mit der außenwelt vermischt. raum- und zeitebenen verwebt maya deren dabei so lange, bis sie zu einer werden und bis ihr körper, durch die vier schritte, die sie durch den sand, das gras, auf steinen und zurück im zimmer zurücklegt, vier verschiedene räume miteinander verschmelzen lässt.
3/30/2014
teils teils
Was ich habe, will ich nicht verlieren, aber wo ich bin, will ich nicht bleiben, aber die ich liebe, will ich nicht verlassen, aber die ich kenne, will ich nicht mehr sehen, aber wo ich lebe, da will ich nicht sterben, aber wo ich sterbe, da will ich nicht hin: Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin.Thomas Brasch
Mir geht dieser Text nicht aus dem Kopf, der in einem mit gutem Sinn für Wort und Ton gemischten Mixtape, in digitaler Variante der "guten alten" Kassette & der "guten alten" CD-Compilation, seine Loops dreht, genau so wenig wie Brasch's drängend bestimmte, aber beruhigende Stimme
8/09/2013
gould and gould and gat
es ist August, die ersten beklagen den bald angeblich schon endenden Sommer, man fährt in Urlaub oder kommt zurück (auch ein Grund zu klagen), für einige endet die Sommerpause und für manche beginnt die Festivalsaison. Wie im letzten Jahr findet im August das Festival Tanz im, et oui, August in Berlin statt, in diesem Jahr mi 25 jährigem Jubiläum. Schon letztes Jahr war ich mit Schreibtischarbeit im Schlepptau dabei, aber ohne Inspiration kann kein Mensch arbeiten, da hilft es nichts, sich in grün-grauen Bibliotheken zu verkriechen. Nach Akram Khan 2012, erwarte ich in diesem Jahr mit Vorfreude das Stück The Goldlandbergs von Emanuel Gat und das gleich aus mehreren Gründen. Zwei der Tänzern waren bereits bei der elektrisierenden Aufführung Sens Fiction von Alexandre Münz in Paris dabei und außerdem, le sujet m'intrigue beaucoup. Auf Deutsch kann man so etwas nicht sagen, das Stück zieht mich an, besonders auf musikalischer Ebene. Gat verknüpft hier seine Liebe zu Bach und die Einspielung der Goldberg-Variationen durch den Pianisten Glenn Gould mit einer Radioproduktion des Letzteren. The Quiet in the Land ist der dritte Teil der Solitude-Trilogie, in der Gould das Leben einer mennonitischen Gemeinde in Kanada verfolgt und aufgezeichnet hat. Eine kontrapunktische Toncollage, die sich in der Choreographie Gats spiegelt. Und wer Interesse hat, mein Interview ist hier nachzulesen:
Und dann wird auch Faustin Linyekula, der mich in Düsseldorf am Tanzkongress überrascht und fasziniert hatte, sein Stück Drums and Digging zeigen, eine Reise in die kongolesische Vergangenheit.
Berlin im August, tanzend...der Sommer ist noch lange nicht vorbei...
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