«Je ne veux pas gagner ma vie, je l’ai.» Boris Vian, L'écume des jours

11/10/2010

detail - der hitchcock'sche knoten

am wochenende hat ebenfalls metropolis über die ausstellung brunes/blondes berichtet, u.a. über den eindruck, den eine filmfigur auf den zuschauer ausübt, je nachdem, ob sie blond oder brunette ist. mit der farbe braun, so die regisseurin, catherine breillat, könne man sich spröde, ablehnend oder rebellisch geben. die haare seien, gleich nach dem gesicht,der meist gefilmte teil des körpers. in untenstehenden bildern aus hitchcocks vertigo steht der knoten/chignon von kim novak im mittelpunkt. ihre figur madeleine und ihre großmutter carlotta valdès tragen ihn, was hitchcock in einer eindrücklichen nahaufnahme zeigt. angeblich soll er diesen knoten erfunden haben. er wollte damit beweisen, dass es ihm nicht um die schönheit und weiblichkeit seines filmstars (kelly) ging.
nachdem ich fast meine ganze jugend über den tanzbedingten klassischen chignon getragen habe, bin ich grad zu kurz übergegangen, mmh. wenn hitchcock die haare hoch teckt, um seiner figur etwas geheimsnisvolles, unbekanntes zu verleihen, steigert dann der grad des kurzhaarschnitts diese noch mehr? immerhin geht es ihm um den nacken, ein unumstrittenes subtiles symbol von weiblichkeit.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Es handelt sich bei der Frau auf dem Bild nicht um Grace Kelly, sondern um Kim Novak (Film: Vertigo).

blancheneige hat gesagt…

stimmt natürlich, désolée. tja, da sollte man wohl doch nicht alles für bares gold nehmen, was so in reportagen geflüstert wird...abgesehen davon, hätte man das auch wissen müssen. danke für den hinweis!