«Je ne veux pas gagner ma vie, je l’ai.» Boris Vian, L'écume des jours
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2/09/2014

dieses Kribbeln

in der Nase, wenn es langsam nach Frühling riecht, einen die Sonne kitzelt und die Gesichter der spazierenden Menschen auf der Straße anders aussehen als sonst ... das gab es heute am Kanal und erinnerte mich an das Gefühl, das sonst erst viel später kommt und das ich im letzten Jahr versucht habe, in seiner dionysischen Form zu fassen:
ce fourmillement dans le nez, quand l'odeur printanière arrive, quand le soleils nous chatouille et quand les visages des gens se promenant semble changer ...  voilà ce qui s'est passé aujourd'hui en bord de canal et m'a rappelé un sentiment qui habituellement n'arrive que bien plus tard et que j'ai tenté de formulé dans son apparence dionysiaques l'année dernière (article uniquement publié en Allemand):

Ein dionysischer Spaziergang

Ein Rasen, das mit einem unangekündigten Stolpern beginnt: jedes Jahr überkommt mich ein Gefühl, das immer dasselbe bleibt und meinen Körper doch immer wieder unerwartet packt. Es bewegt sich etwas in mir, der Bauch ist leicht und unruhig, ja, der Körper stolpert. Ich kenne das Gefühl, nur habe ich jetzt nicht damit gerechnet. Die ersten lauen Sonnenstrahlen ziehen mich hinaus in die Welt. Es ist so, als fahre der antike Gott Dionysos in mich hinein. Der Gott des Weines, Gott des leidenschaftlichen Rausches, der von tanzenden Weibern umringt wird. Ich selbst werde von Geistern begleitet, als ich die Treppe heruntergehe. Er treibt mich an, zum ersten Spaziergang des Frühlings. Jedes Jahr fühlt es sich an wie das erste Mal.

2/19/2013

les coulisses oubliées de paris

paris, ville encore et toujours, photogénique & cinématographique. en direction vers une exposition de peintures de marjane satrapi (les femmes aux cheveux bien noirs, aux robes couleurs opaques, les yeux et visages verts, son regard fixé sur leurs regards au centre des tableaux. surtout, ce ne sont que des femmes qu'elle peint, des études caractéristiques) avenue matignon et en attendant mes accompagnateurs, je tombe sur un mur de "jcdecaux", qui au lieu d'être fait pour la pub, pourrait très bien sortir d'un film de jacques tati.
Avenue Matignon, © F. Freitag

4/13/2012

nicht verpassen

das ist einfacher gesagt, als getan, wenn es um ein Großevent wie die Neueröffnung des Palais de Tokyo geht. In einem Spezial-24-Stunden-Marathon werden die neuen Räumlichkeiten, sprich 22 000 m2 und nicht mehr nur 5000, eingeweiht. 24 Stunden Programm und das kostenlos für die ganze Pariser Kunstmeute. Das lässt man sich natürlich nicht zweimal sagen, damit man später auch auf die Metro-Frage: T'as été à l'ouverture du Palais? eine akkurate Antwort parat hat. Bref, auch ich bin also zum Ort des Geschehens gepilgert, stand dort jedoch einer Schlange gegenüber, die sich weit über 2 Häuserblocks den ganzen Boulevard entlangzog. Etwas entmutigt bin ich diese zunächst entlanggegangen und konnte feststellen, dass zumindest kleidungstechnisch, das gesamt hippe französische Völkchen vor Ort war, sehr schön anzusehen. Vorne angekommen habe ich mich dann mit den externen Feierlichkeiten zufrieden gegeben und den Blick durch die Glasfassade in die Innereien des Palais genossen, die leicht auf "Industrie" getrimmt wurden, heraushängende Kabel, Eisenstangen... und das, obwohl der Bau von 1934 ist, genau wie seine zweite Zwillingshälfte gegenüber, der Ostflügel, der das Musée d'Art Moderne beiheimatet. Der Bau ist imposant, neoklassizistisch eben.
Zwischen den zwei Flügeln wurde zu pour une fois elektronischen Tönen, deren Quelle nicht auszumachen war, der Blick auf den Eifelturm genossen und zwischendurch erhellte eine vorbeifahrende Péniche die Gesichter. Wenn man das so schreibt, könnte es auch aus dem Vorspann von Woody Allens Midnight in Paris sein. Ganz im Gegenteil kam aber eher ein leichter Berlin-Flair auf und ich habe das Gefühl, das der durchaus gewollt war.
Heute Abend endet der Marathon, bevor der Palais am 20. April offiziell eröffnet wird. Krönend dazu der Auftritt des DJ Matthew Herbert, there will be pigs included...
Und der einzige Beweis, dass ich wirklich da war, ist dieses schlechte Handyfoto mit Blick auf Eifels Stahlgerüst. Unique preuve de ma venue à l'ouverture du Palais de Tokyo, cette magnifique photo d'une tour inconnue de l'autre côté de la Seine.

10/30/2011

fensterblick

ausblicke auf eine stadt, aus diesem blickwinkel entsteht tatsächlich sich verbindendes