«Je ne veux pas gagner ma vie, je l’ai.» Boris Vian, L'écume des jours
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4/19/2013

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départ de paris
man öffnet die obere lasche der papierfototasche (ein gefühl, das einen in die jugend versetzt, 16 jahre alt, rückkehr aus dem italienurlaub mit der ganzen familie, 4 oder 5 filme wurden von den kamerahütern geschossen, spontanaufnahmen, touristenbilder, portraits entgegen sträubender proteste und dann ist man doch freudig erregt und meint beinahe die sonne auf der haut zu spüren, wenn man die bilder in der hand hält) und heraus kommt die erinnerung, anwesend im hier und jetzt, in matt und im 10x15-format. es ist, als ob einem ein warmer, freudiger frühlingsrausch (dionysos verflog alle einträge dieser woche) durch den körper schießt, das vermag kein noch so schön digitalisiertes bild. 25 bilder verstreut über ein jahr, zufallsaufnahmen ohne sucher, nie konnte man sich sicher sein, wer oder was nun genau auf dem bild zu sehen sein würde und versuchte man sich zweit an einem doppelportrait, war meist der fotograf dabei verfehlt, wie sich nun herausstellt. es tauchen gesichter auf und orte, die mich an freudige ereignisse erinnern. bei meiner rückkehr hatte ich noch angst, die bilder im kopf nicht halten zu können. was hat man wirklich erlebt? jetzt ist alles wieder da und es muss noch nicht einmal alles oder jeder im bild sein, um sich sofort an den dazugehörigen moment zu erinnern. mit der fotoaufnahmen nehmen wir immer schon das entschwinden vorweg, barthes hat das oft genug betont. aber man arbeitet auch auf den moment der erinnerung hin, an dem alles wieder belebt werden wird. 
détails peu pudique dans le jardin de rodin

3/16/2013

how to pick up a shoe

http://publicdomainreview.org/2012/06/18/correct-postures-for-housework-1920s/
les mouvements qu'on fait tous les jours, sont-ils naturels, appris? comment notre gestuelle se construit-elle?
dans les années 20s, miss ruth kellog s'est demandée comment une femme au foyer doit justement se tenir et bouger pour "faire ce qu'elle a à faire". elle a pris des photos de démonstrations de ce que sont les postures correctes à adapter pour le travail à la maison, ouvrir une fenêtre, faire la vaisselle, se baisser pour ramasser une chaussure...sur cette photo ci-dessus j'aime particulièrement les deux copines qui tiennent le tissu pour bien pouvoir distinguer miss kellog dans sa chemise blanche devant la porte blanche. à voir ça, j'ai plutôt mal au dos.

11/28/2012

Rémi et sa cousine Jeanne, 1926

Rémi et sa cousine Jeann, 1926
Fundstück auf einer Brocante im Marais. Zunächst dachte ich, es seien Zwillinge. Mir gefiel gleich der identische Pagenschnitt und der Partnerlook. In ihren Blicken könnte es auch ein älteres, gesetztes Paar sein, der kleine Junge links schaut bereits jetzt sehr gelassen und wohlwollend in die Kamera, das Mädchen zu seiner Rechten, Cousine Jeanne, könnte die unglücklich Hausdame spielen, es könnte sie aber auch einfach noch unglücklich machen, den selben Pullunder wie Cousin Rémi tragen zu müssen: tragisch für die persönliche Modeentwicklung!!! Als nächstes muss ich ein Bild der beiden einige Jahre später finden, falls sich also jemand wiedererkennt...
Écume d'une brocante dans le Marais. Au premier coup d'oeil je pensai que c'était des jumeaux. J'ai tout de suite aimé la coupe de page (on peut dire comme ca en francais?) identique et le look partenaire (mot qui n'existe comme ca qu'en allemand, car le look identique de partenaires et bien un phénomène très germanique). Par leur regards cela pourrait être un couple âgé, aisé, le petit garcon à gauche a le regard déjà très serein et la fille à sa droite, cousine Jeanne, pourrait très bien jouer la dame de maison malheureuse, d'un autre côté elle pourrait aussi être mécontente du fait de porter le même débardeur en leine que le cousin Rémie: fait tragique pour le développement personelle de la mode!!! Maintenant il ne me reste plus qu'à trouver une photo des deux quelques années plus tard: si jamais quelqu'un s'y reconnait...

6/08/2012

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Commercy (?), Août 1933
Sur la plage. Mon amie Auguste Machert (?) et Minette, Borgis (?)-Septembre 1933, Italie
ich habe einen hang dazu, in alten fotokisten zu wühlen und nach familien- oder frauenportraits oder überhaupt portraits zu suchen, mir mir danach deren geschichte vorzustellen. wer waren die menschen auf den vergessenen und verlorenen fotografien?
j'ai un penchant pour les vieilles photographies, trouvées dans les boîtes, oubliées ou perdues, les portraits de familles, d'hommes, femmes, portraits tout court. j'aime m'imaginer leurs histoires...
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